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Deutsche Welle Slowly Spoken News in German Podcast

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Summary

Indeed, this is an outstanding podcast for learners at the intermediate to advanced level.

And with the added text they provide, this is also a great way to improve your German reading as well as listening skills.

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Every day, you can find the newscast from Deutsche Welle's German Service here – slowly read and clearly articulated just for German learners.

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Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ROM: Die Zahl der Toten nach dem Erdbeben in Mittelitalien ist nach Auskunft der Rettungskräfte auf mindestens 179 gestiegen, mehr als 30 Menschen werden noch vermisst. In der betroffenen Abruzzen-Region um die Stadt L'Aquila konnten bislang mehr als 100 Menschen lebend aus den Trümmern geborgen werden. Nachbeben und Regen erschwerten in der Nacht allerdings den Einsatz der Helfer. Rund 1.500 Menschen erlitten bei den Erdstößen Verletzungen, 17.000 wurden obdachlos. Um finanzielle Sofortmaßnahmen zu mobilisieren, rief Ministerpräsident Silvio Berlusconi den nationalen Notstand aus. Zudem erhielt er Hilfsangebote aus 35 Ländern.

KABUL: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre zweite Afghanistan-Reise nach Angaben der Bundeswehr vorzeitig beendet. Die Kanzlerin habe wegen schlechten Wetters nicht wie geplant den dritten größeren Stützpunkt in Faisabad im Norden Afghanistans besuchen können, hieß es. Faisabad liegt auf 2400 Meter Höhe. Merkel hatte während ihres nicht angekündigten Besuches das Feldlager Kundus und den größten Bundeswehrstandort in Afghanistan, Masar-i-Scharif, gesehen. - In Südafghanistan töteten mutmaßliche Taliban-Kämpfer einen Soldaten mit einem Raketenangriff auf ein niederländisches Militärlager.

WIESBADEN: Die Geburtenzahl ist im vergangenen Jahr entgegen optimistischen Prognosen gesunken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, kamen nach vorläufigen Berechnungen rund 675.000 Kinder zur Welt. Im Jahr 2007 waren etwa 10.000 Geburten mehr registriert worden. Noch im Februar 2008 hatte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen eine höhere Zahl für möglich gehalten und von einer Trendwende gesprochen. Die Statistiker begründen diese Fehleinschätzung mit niedrigeren Geburtenraten in den letzten Monaten des Jahres.

PEKING: In China sollen die gedruckten Medien stärker an privatwirtschaftlichen Grundsätzen ausgerichtet werden. So plane die Volksrepublik erstmals, den Status eines privaten Verlegers zu schaffen, berichtet die englischsprachige Staatszeitung 'China Daily' unter Berufung auf die Pekinger Pressebehörde. Um international wettbewerbsfähig zu werden, sei in den kommenden fünf Jahren die Gründung von bis zu sieben Verlagshäusern vorgesehen. Allerdings sollten die Zeitungen und Zeitschriften, die dem öffentlichen Interesse dienten, nicht - wie es weiter hieß - "der vollen Macht des Marktes" unterworfen werden. In China erscheinen rund 9.500 Zeitschriften und 2.000 Zeitungen.

HAVANNA: Der kubanische Präsident Raul Castro hat sich erstmals mit Mitgliedern des US-Kongresses getroffen. Die sieben demokratischen Abgeordneten halten sich in Havanna auf, um über die Verbesserung der bilateralen Beziehungen zu sprechen. Einzelheiten zu dem Treffen wurden nicht veröffentlicht. Spekulationen zufolge könnten die USA das seit 47 Jahren bestehende Handelsembargo gegen das sozialistische Land lockern. - Erst am vergangenen Wochenende wurde bekannt, dass Präsident Barack Obama Exilkubanern in den Vereinigten Staaten künftig uneingeschränkte Besuche bei Angehörigen in ihrer alten Heimat erlauben will. Auch die Überweisung von Geld soll erlaubt werden.

WASHINGTON: US-Verteidigungsminister Robert Gates will seinen Etat grundlegend umschichten, um das Militär besser für den Kampf gegen den Terror zu rüsten. Wie Gates bei der Vorstellung des Entwurfs für den US-Militärhaushalt 2010 mitteilte, sollen die Ausgaben für Aufklärung und Informationsbeschaffung erhöht werden. Die Mittel für konventionelle Waffen, die in Konflikten mit anderen Staaten eingesetzt werden, sollen hingegen zurückgeschraubt werden. Eine Reihe kostspieliger Programme, die im Anti-Terror-Kampf zu wenig Nutzen bringen, will Gates kürzen oder sogar ganz streichen. Im Kongress werden harte Auseinandersetzungen über die Pläne des Verteidigungsministers erwartet.

JERUSALEM: Aus Angst vor möglichen Anschlägen während des bevorstehenden jüdischen Pessach-Festes hat Israel die Palästinensergebiete abgeriegelt. Bis 19. April werde niemand mehr das Westjordanland oder den Gazastreifen ohne Sondergenehmigung betreten oder verlassen dürfen, teilte ein Militärsprecher mit. Das Pessach-Fest erinnert an den Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten und seiner Befreiung aus der Sklaverei.

MOSKAU: Ein schweres Seebeben der Stärke sieben hat die russische Pazifikküste erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben von US-Geologen rund 300 Kilometer nordöstlich der Kurilen-Inseln. Eine Tsunami-Warnung gab es nicht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig. Im Tagesverlauf gebietsweise Schauer und Gewitter. Am Abend im Westen Regen. Die Höchstwerte reichen von 16 bis 23 Grad.


Zuletzt meldeten:


Hamburg: 10 Grad, wolkig;

Berlin: 8 Grad, leicht bewölkt;

Dresden: 10 Grad, dunstig;

Köln/Bonn: 13 Grad, leicht bewölkt;

Frankfurt am Main: 11 Grad, wolkig und

München: 10 Grad, wolkig.

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ROM: Bei dem schweren Erdbeben in Mittelitalien sind nach jüngsten Behördenangaben mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Bewohner der Abruzzen-Region werden noch vermisst. Am schwersten betroffen ist die Stadt L'Aquila, wo allein vier Kinder starben. Dort müssen viele Verletzte unter freiem Himmel behandelt werden, weil die Universitätsklinik der Stadt wegen Einsturzgefahr gesperrt ist und in einem zweiten Krankenhaus nur ein Operationssaal genutzt werden kann. Nach ersten Schätzungen wurden durch die Erdstöße in den Abruzzen tausende Menschen obdachlos, mehr als 10.000 Gebäude sind beschädigt oder ganz eingestürzt. Das Beben mit einer Stärke von mindestens 5,8 hatte die Menschen im Schlaf überrascht. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi rief den Notstand für die betroffenen Gebiete aus.

KABUL: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu einem überraschenden Besuch der deutschen Soldaten nach Afghanistan gereist. In Begleitung von Verteidigungsminister Franz-Josef Jung besuchte sie das Feldlager der Bundeswehr in Kundus im Norden des Landes. Anschließend äußerte sich Merkel zwar optimistisch über die weitere Entwicklung Afghanistans, die Sicherheitslage müsse aber verbessert werden. Dafür sei der Aufbau der einheimischen Sicherheitskräfte von zentraler Bedeutung, so Merkel. In Kundus sind 700 Bundeswehrsoldaten stationiert. Es ist der zweite Besuch der Kanzlerin in dem Land nach 2007.

BAGDAD: Bei einer Serie von Bombenanschlägen in der irakischen Hauptstadt sind 20 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt worden. Die Sprengkörper detonierten in verschiedenen Vierteln Bagdads und waren in Autos versteckt. Beim schwersten der insgesamt vier Attentate starben allein zehn Menschen. Hier war ein Wagen auf einem belebten Marktplatz im Schiiten-Viertel Sadr-City explodiert.

ANKARA: Mit einer Kranzniederlegung am Grab des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk hat US-Präsident Barack Obama seinen Besuch in der Türkei begonnen. Von seinen Gesprächen mit der Regierung und einer Rede vor dem Parlament in Ankara werden Impulse für eine verstärkte Zusammenarbeit mit gemäßigten Kräften in der islamischen Welt erwartet. Beim EU-USA-Gipfel am Vortag in Prag hatte Obama die langjährige amerikanische Forderung bekräftigt, die Türkei in die Europäische Union aufzunehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel reagierte zurückhaltend auf den öffentlichen Appell des neuen US-Präsidenten. Es gebe unterschiedliche Auffassungen, ob es eine privilegierte Partnerschaft oder einen Beitritt der Türkei zur EU geben solle, sagte Merkel. Auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy bekräftigte seine Ablehnung einer türkischen EU-Mitgliedschaft.

NEW YORK: Nach dem Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete gibt es Streit im Weltsicherheitsrat über eine gemeinsame Reaktion. Die USA, Großbritannien, Frankreich und Japan streben eine Resolution an, die eine Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea vorsieht. Die Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates hatte Japan noch am selben Tag des Raketenstarts beantragt. Der japanische Außenminister Hirofumi Nakasone sagte, verschiedene Länder teilten die Sorge, dass der Raketenstart eine Bedrohung für die Region sei. Japan, Südkorea und die USA vermuten, dass Nordkorea unter dem Vorwand, einen Satelliten ins All befördern zu wollen, eine militärische Langstreckenrakete getestet hat.

SKOPJE: Aus der Stichwahl um die Präsidentschaft in Mazedonien ist der konservative Regierungskandidat Djordje Ivanov erwartungsgemäß als Sieger hervorgegangen. Nach Auszählung fast aller Stimmen ergab sich ein klarer Vorsprung für ihn. Sein Mitbewerber, der frühere Außenminister Ljubomir Frckoski, räumte seine Niederlage ein. Die Wahlbeteiligung fiel mit knapp über 40 Prozent gering aus. - Die beiden Kandidaten vertreten politisch ähnliche Standpunkte. Für beide ist eine Lösung des jahrelangen Streits mit dem Nachbarn Griechenland um den Staatsnamen Mazedonien der wichtigste Punkt ihres Programms.

BERLIN: Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat hohe Bonus-Zahlungen an Bank-Manager kritisiert und einen Verzicht gefordert. Für viele Menschen sei manches, was derzeit geschehe, nicht nachvollziehbar, sagte Ackermann der "Bild"-Zeitung. Fehlleistung dürfe nicht belohnt werden - "schon gar nicht mit Steuergeldern", fügte er hinzu. Zudem warnte Ackermann vor sozialen Spannungen infolge der Wirtschaftskrise. Daher sei es wichtig, gemeinsam Wege aus der Krise zu finden.

NAIROBI/BERLIN: Piraten aus Somalia haben im Indischen Ozean einen deutschen Frachter in ihre Gewalt gebracht. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, gehören zur Besatzung des Schiffes offenbar auch deutsche Staatsbürger. Die Bundesregierung habe einen Krisenstab eingerichtet. Nach Angaben aus Kenia befand sich der Frachter rund 400 Kilometer vor der Küste Somalias, als er gekapert wurde. - In dem Meeresgebiet ist eine internationale Flotte von Kriegsschiffen zur Bekämpfung der Piraten im Einsatz. Seit Jahresanfang hat die Zahl der Überfälle auf Schiffe stark abgenommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich der Donau und im Nordosten überwiegend sonnig und trocken. Sonst wolkig mit Aufheiterungen. Im Tagesverlauf örtlich Schauer möglich. Temperaturen zwischen 15 und 19 Grad Celsius.

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PRAG: US-Präsident Barack Obama hat seine Entschlossenheit bekräftigt, für eine atomwaffenfreie Welt zu kämpfen. Die Gefahr eines nuklearen Angriffs sei trotz des Endes des Kalten Krieges gestiegen, sagte Obama in einer grundsatzpolitischen Rede vor rund 30.000 Menschen an der Prager Burg. Gerade die USA hätten hier eine große moralische Verantwortung. Deshalb strebe er für sein Land unter anderem die Ratifizierung des Abkommens über ein Atomwaffentestverbot an. Dies wird seit Jahren im US-Senat blockiert. Zugleich bekräftigte Obama seinen Willen, weitere Staaten, vor allem aber Terroristen vom Bau oder Erwerb nuklearer Waffen abzuhalten. - Nach seiner Rede kommt Obama mit den Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder zusammen. Zu den Themen des Treffens dürften der Afghanistan-Einsatz, der Nahost-Konflikt und auch der Klimaschutz gehören.

PJÖNGJANG: Trotz aller internationalen Warnungen hat Nordkorea eine Rakete gestartet und damit die Spannungen in der Region abermals verschärft. Die Rakete flog über Japan hinweg in Richtung Pazifik. Mit ihr wurde nach Meldungen der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap tatsächlich ein Satellit transportiert, so wie dies Pjöngjang angekündigt hatte. Die USA, Japan und Südkorea werfen dem kommunistischen Regime allerdings vor, unter dem Deckmantel eines Satellitenstarts die Technologie für eine militärische Langstreckenrakete zu erproben. US-Präsident Barack Obama nannte den Raketenstart eine Provokation. Damit habe Nordkorea gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrats verstoßen, die dem Land jede Aktivität mit ballistischen Raketen ausdrücklich untersage. Auch die EU legte Protest ein. Der Weltsicherheitsrat berief auf Antrag Japans eine Dringlichkeitssitzung ein.

ISLAMABAD: Bei einem Bombenanschlag auf eine Moschee in Pakistan sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben zündete ein Selbstmordattentäter vor dem Eingang des schiitischen Gotteshauses in der Stadt Chakwal eine Bombe, während dort gerade die Gläubigen versammelt waren. Rund 50 Menschen hätten Verletzungen erlitten. Chakwal liegt rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Islamabad. - Bereits am Samstag waren bei mehreren Selbstmordattentaten in Pakistan mindestens 15 Menschen getötet worden.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die afghanische Regierung davor gewarnt, ein umstrittenes neues Eherecht für Schiiten in Kraft zu setzen. Nach Medienberichten räumt das Gesetz, das noch nicht offiziell veröffentlicht ist, Ehemännern weitreichende Verfügungsgewalt über ihre Frauen ein, bis hin zur Vergewaltigung. Dieses Gesetz widerspreche der Gleichberechtigung von Mann und Frau grundlegend, sagte die Kanzlerin der "Bild am Sonntag". Die Zusicherung von Präsident Hamid Karsai, das Gesetz überprüfen zu lassen, sei dringend notwendig gewesen. Schärfer äußerte sich der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke. Deutschland müsse sein Engagement in Afghanistan überdenken, wenn Karsai solche archaischen Gesetze verabschiede, sagte Nooke.

PEKING: Tibet ist seit diesem Sonntag wieder für ausländische Touristen geöffnet. Allerdings kontrolliert China weiterhin genau, wer in die Himalaya-Region einreisen darf. Besucher brauchen eine spezielle Genehmigung der Regierung in Peking. China hatte in Tibet und den angrenzenden tibetischen Siedlungsgebieten seit Februar de facto das Kriegsrecht verhängt, aus Angst vor antichinesischen Protesten anlässlich mehrerer für die Tibeter wichtiger Jahrestage. Im März jährten sich unter anderen der Aufstand gegen die chinesische Herrschaft in Tibet und die Flucht des Dalai Lama ins indische Exil zum fünfzigsten Mal.

SKOPJE: In Mazedonien findet an diesem Sonntag die Stichwahl zur Wahl eines neuen Präsidenten statt. Die Konkurrenten sind der Regierungskandidat Gjordje Ivanov und der sozialdemokratische Oppositionsführer Ljubomir Frckoski. Beide hatten im ersten Wahlgang am 22. März die absolute Mehrheit verfehlt. Ivanov bekam 35 Prozent der abgegebenen Stimmen, Frckoski rund 20 Prozent. Die Wahl ist nur gültig, wenn eine Beteiligung von mindestens 40 Prozent der 1,8 Millionen Wahlberechtigten erreicht wird.

BRATISLAVA: Die Präsidenten-Stichwahl in der Slowakei hat Amtsinhaber Ivan Gasparovic deutlich gewonnen. Wie die Statistikbehörde mitteilte, holte der 68-jährige Jurist mehr als 55 Prozent der Stimmen. Für seine Herausforderin, die christdemokratische Abgeordnete Iveta Radicova, stimmten rund 44 Prozent der Wähler. Die Wahlbeteiligung lag mit 51 Prozent höher als in der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen, in der Gasparovic mit 46,7 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit nur knapp verfehlt hatte.

CHISINAU: Rund 2,5 Millionen Bürger sind in Moldawien zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. Entschieden wird über 101 Mandate. In letzten Umfragen lag die regierende Kommunistische Partei weiter in Führung. Rund 200 Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) überwachen die Abstimmung in der früheren Sowjetrepublik. Mit der Wahl endet zugleich die zweite und letzte Amtszeit des einflussreichen Präsidenten Wladimir Woronin.

HAVANNA: Eine Delegation US-amerikanischer Parlamentarier ist in Havanna mit dem kubanischen Außenminister Bruno Rodríguez Barrilla zusammengetroffen. Es handelt sich um acht Demokraten, die den von der US-Regierung mit einem Embargo belegten Inselstaat besuchen. Die Delegation versucht, den seit Jahrzehnten unterbrochenen Dialog mit der kubanischen Führung wieder in Gang zu bringen. Die Delegations-Leiterin Barbara Lee erklärte, US-Präsident Barack Obama wolle die bisherige Kuba-Politik Washingtons ändern.

HAMBURG: Der Lebensmittel-Discounter Lidl steht erneut wegen fragwürdiger Registrierung von Mitarbeitern in der Kritik. Nach einem Bericht des Magazins 'Der Spiegel' hat das Unternehmen erkrankte Beschäftigte aufgefordert, den Grund ihrer Erkrankung anzugeben und diesen in firmeninternen Unterlagen registriert. In einer Stellungnahme räumte Lidl ein, dass diese Praxis nicht datenschutzkonform gewesen sei. Sie sei deshalb Ende 2008 eingestellt worden. - Vor einem Jahr war bekannt geworden, dass Lidl Detektive zur Bespitzelung von Mitarbeitern eingesetzt hatte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten. Im Norden meist trocken. Südlich des Mains örtlich Schauer und Gewitter. Höchsttemperaturen zwischen 10 Grad an der Küste und 18 Grad an Rhein und Main.

Am Morgen meldeten:

Hamburg und München: 9 Grad, wolkig;

Berlin, Dresden und Köln/Bonn: 10 Grad, bedeckt und

Frankfurt am Main: 11 Grad, sonnig.

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STRASSBURG: Mit einer symbolischen Zeremonie auf der Fußgängerbrücke über den Rhein zwischen Kehl und Straßburg haben die Teilnehmer des NATO-Gipfels die Rückkehr Frankreichs in die Militärallianz gewürdigt. Dort trafen Bundeskanzlerin Angela Merkel, US-Präsident Barack Obama und weitere 25 Staats- und Regierungschefs mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zusammen, der von französischer Seite aus gekommen war. Für Irritationen sorgte der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi, der wegen eines lang anhaltenden Telefongesprächs den Ablauf durcheinander brachte. Anschließend versammelten sich die Gipfelteilnehmer zu einem Gedenken an gefallene und verwundete Soldaten der Allianz. Auch am zweiten Tag steht die Suche nach einem neuen NATO-Generalsekretär auf der Agenda. Wegen der in Dänemark veröffentlichten Karikaturen des Propheten Mohammed verhinderte die Türkei am Vortag die Nominierung des von den anderen Staaten favorisierten dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen. Am Rande von Strassburg kam es am frühen Samstagmorgen erneut zu schweren Zwischenfällen mit NATO-Gegnern. Die Polizei ging mit Tränengas gegen zum Teil vermummte Demonstranten vor, die Rauchbomben und Feuerwerkskörper warfen.

WASHINGTON: Ein schwerbewaffneter Mann hat in einem Zentrum für Einwanderer in Binghamton im US-Bundesstaat New York 13 Menschen getötet und vier weitere lebensgefährlich verletzt. Der Angreifer hatte mehrere Stunden lang etwa 40 Menschen in seiner Gewalt, wie der Polizeichef der Stadt, Joseph Zikuski, nach Ende des Geiseldramas bekannt gab. Die meisten Opfer sind Ausländer, vornehmlich Asiaten. Der Täter soll sich mit einem Kopfschuss selbst umgebracht haben. Hinter der Bluttat stecken angeblich die pakistanischen Taliban-Milizen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ein Anrufer habe erklärt, er sei Taliban-Führer Baituallah Mehsud und habe die Tat als Vergeltung für US-Angriffe in Pakistan angeordnet.

ISLAMABAD: Bei einem den USA zugeschriebenen Raketenangriff im Nordwesten Pakistans sind mindestens 13 Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Geheimdienstmitarbeiter teilten mit, Ziel des Angriffs mit einer unbemannten Drohne sei das Versteck eines regionalen Talibanführers in der Grenzregion zu Afghanistan gewesen. Mehrere ausländische El Kaida-Terroristen seien getötet worden. Stammesälteste berichten, auch Zivilisten seien unter den Opfern.

BRATISLAVA: In der Slowakei findet die entscheidende zweite Runde der Präsidentenwahl statt. Das Duell zwischen Amtsinhaber Ivan Gasparovic und Oppositionskandidatin Iveta Radicova gilt als völlig offen. Radicova, ehemalige Ministerin für Arbeit und Soziales, war mit einem modernen Medien- und Internet-Wahlkampf aufgefallen. Stimmberechtigt sind mehr als 4,2 Millionen Bürger.

ANTANANARIVO: Auf Madagaskar wird möglicherweise im Oktober 2010 ein neuer Präsident gewählt. Diesen Termin empfahl eine nationale Konferenz, zu der die Übergangsregierung von Präsident Andry Rajoelina mehrere hundert Politiker und Militärangehörige eingeladen hatte. Rajoelina hatte nach einem siebenwöchigen blutigen Machtkampf im März mit Unterstützung der Armee den damaligen Staatschef Marc Ravalomanana zur Flucht ins Ausland gezwungen. Seitdem ist der Inselstaat international isoliert.

MÜNCHEN: Die geplante Berufung des Daimler-Managers Rüdiger Grube zum neuen Vorstandschef der Deutschen Bahn stößt auf Vorbehalte. Die Bahn-Gewerkschaften machen ihre Zustimmung von Zugeständnissen der Bundesregierung abhängig. Der Chef der Gewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, sagte der "Süddeutschen Zeitung", die Regierung müsse vertraglich zusagen, dass der Datenskandal bei dem Staatsunternehmen "vollständig aufgeklärt" werde. Außerdem müssten ein "besserer Kundenservice" sowie eine "ausreichende Finanzausstattung des Unternehmens durch den Bund" zugesichert werden. Darüber hinaus solle die Bahn als Konzern erhalten bleiben und nicht zerschlagen werden. Grube soll Nachfolger von Hartmut Mehdorn werden, der wegen des Datenskandals seinen Rücktritt angeboten hatte.

WASHINGTON: Ein US-Gericht hat die geplante Abschiebung des mutmaßlichen NS-Kriegsverbrechers John Demjanjuk nach Deutschland in letzter Minute ausgesetzt. Demjanjuks US-Anwalt John Broadley hatte vor einem für Einwanderungsfragen zuständigen Gericht in Virginia einen Antrag auf Aussetzung der geplanten Auslieferung gestellt. Eine Auslieferung des wahrscheinlich an Leukämie Erkrankten, der am Freitag 89 Jahre alt wurde, sei zu "grausam". Das Gericht in Arlington ordnete an, die Auslieferung bis zu einer Entscheidung über die von Demjanjuk beantragte Wiederaufnahme des Abschiebeverfahrens zu stoppen. - Demjanjuk wird der Tod von 29.000 Juden im Vernichtungslager im polnischen Sobibor vorgeworfen.

PARIS: Uruguay ist von der sogenannten "Schwarzen Liste" der Steueroasen gestrichen worden. Wie die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung -OECD- in Paris erklärte, erhielt ihr Generalsekretär Angel Gurría von Uruguays Finanzminister Alvaro García die schriftliche Zusicherung, dass das südamerikanische Land die OECD-Normen zur Verhinderung von Steuerflucht offiziell einführen werde. - Die OECD hatte am Donnerstag Uruguay sowie Costa Rica, Malaysia und die Philippinen als "unkooperative Staaten" gelistet. Weitere 38 Länder wie Österreich, Belgien, Luxemburg, die Schweiz, Liechtenstein und Monaco wurden als "andere Finanzzentren" eingestuft, die sich den international vereinbarten Standards zwar angeschlossen, sie aber noch nicht umgesetzt hätten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen teils wolkig und örtlich etwas Regen; sonst anfangs heiter. Von Südwesten später Wolkenaufzug und örtlich Schauer. Tagestemperaturen zwischen 14 und 19 Grad, im Osten und Nordosten bis zu 24 Grad.

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STRASSBURG/ BADEN-BADEN: Kurz vor Beginn des historischen NATO-Gipfeltreffens hat die US-Regierung nochmals eine völlige Neuausrichtung des Bündnisses gefordert. Sicherheitsberater James Jones sagte, man brauche eine von Grund auf reformierte Allianz, die schneller und beweglicher sein und auch präventiv zur Verhinderung von Konflikten eingreifen sollte. Die europäischen Verbündeten stehen dem skeptisch gegenüber. Die Staats- und Regierungschefs der NATO kommen anläßlich des 60-jährigen Bestehens des Bündnisses an diesem Freitag und Samstag zu einem Jubiläumsgipfel in Baden-Baden, Kehl und Straßburg zusammen. Bereits am Vorabend des Treffens kam es in Straßburg zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Etwa 300 Personen wurden festgenommen.

PRAG: Einen Tag nach dem Weltwirtschaftsgipfel in London beraten die Finanzminister der Europäischen Union in Prag über die Folgen der Konferenz. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sprach bereits von einem Durchbruch für die Regulierung der Finanzmärkte. Mit Blick auf die Bekämpfung so genannter Steueroasen sagte er, es sei ein "riesiger Fortschritt", dass Steuerparadiese wie die britischen Kanalinseln Guernsey und Jersey sowie die Isle of Man, die Cayman Islands und Singapur erklärten, sie seien bereit, auf die international üblichen Standards einzugehen. Auch sei es vor einem Jahr noch nicht vorstellbar gewesen, dass man mit Luxemburg und Österreich über einen anderen Umgang mit Besteuerungsrichtlinien verhandeln könne. - Im Kampf gegen die globale Wirtschaftskrise hatten sich die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer - G20 - am Donnerstag darauf verständigt, mit 1,1 Billionen Dollar den Welthandel und die ärmsten Länder der Erde zu stützen. Zudem verständigte sich der Gipfel darauf, die Finanzmärkte und so genannte Steueroasen stärker zu kontrollieren.

ISLAMABAD: Das schwer unter der Finanzkrise leidende Pakistan erhält von Deutschland bis Ende nächsten Jahres mehr als 80 Millionen Euro Entwicklungshilfe. Diese Summe nannte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul bei einem Besuch in der Hauptstadt Islamabad. Bei einer internationalen Geberkonferenz Mitte April in Tokio will Deutschland weitere Hilfen bekannt geben. Im vergangenen Herbst konnte Pakistan nur durch einen Milliardenkredit des Internationalen Währungsfonds IWF vor dem Staatsbankrott gerettet werden.

WASHINGTON: Der erste Haushalt von US-Präsident Barack Obama hat eine wichtige parlamentarische Hürde genommen und geht nun in den Vermittlungsausschuss des Kongresses. Nach dem Repräsentantenhaus stimmte auch der Senat dem von der Regierung gewünschten Etat in Höhe von rund 3,5 Billionen Dollar zu. Das Konzept für 2010 sieht im Kampf gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise umfangreiche Ausgabensteigerungen vor. Der Haushalt wird deshalb voraussichtlich ein Defizit von 1,4 Billionen Dollar zur Folge haben. Die oppositionellen Republikaner kritisieren, der Nation würden damit zu hohe Schulden aufgebürdet. Obama spricht dagegen von einem wichtigen Schritt auf dem Weg zum Wiederaufbau der angeschlagenen Volkswirtschaft.

CHICAGO: Nach seiner Amtsenthebung wegen Korruption ist der ehemalige Gouverneur des US-Bundesstaates Illinois, Rod Blagojevich, offiziell angeklagt worden. Der 52-Jährige soll als Gouverneur unter anderem versucht haben, den durch die Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten freigewordenen Senatssitz meistbietend zu versteigern. Im Falle eines Schuldspruchs drohen Blagojevich bis zu 20 Jahre Haft. Er selbst beteuert seine Unschuld.

CANBERRA: Australien ist einen weiteren Schritt auf die Aborigines zugegangen und hat die Erklärung der Vereinten Nationen zu den Rechten der Ureinwohner angenommen. Die Deklaration bekräftigt das Recht der Ureinwohner weltweit, ihre eigene Kultur und ihre Traditionen aufrechtzuerhalten. 2007 hatte das damalige konservative Kabinett noch kritisiert, das UN-Dokument spalte die Gesellschaft und sei nicht umsetzbar. Der Premierminister der jetzigen australischen Mitte-Links-Regierung, Kevin Rudd, hatte sich im Februar vorigen Jahres in einer historischen Erklärung bei den Aborigines für die durch weiße Siedler zugefügten Leiden entschuldigt.

KUALA LUMPUR: Malaysia hat einen neuen Regierungschef. Najib Razak legte in der Hauptstadt Kuala Lumpur seinen Amtseid ab. Der 55-Jährige ist damit Nachfolger von Abdullah Ahmad Badawi, der als Konsequenz aus der anhaltenden Kritik an seiner Amtsführung zurückgetreten war.

BERLIN: Autokäufer in Deutschland müssen sich von Juni an auf eine Kürzung der so genannten Abwrackprämie einstellen. Die Bundesregierung will den staatlichen Zuschuss von 2.500 Euro für verschrottete Alt-Fahrzeuge nur noch bis Ende Mai in unveränderter Höhe zahlen. Danach soll die begehrte Subvention nach übereinstimmenden Berichten zusammengestrichen werden. Im Gespräch ist ein Betrag zwischen 1.000 und 2.000 Euro pro Auto, wie aus Berlin inoffiziell verlautete. Der deutsche Pkw-Markt boomt seit der Prämie, die noch bis zum Jahresende gezahlt werden soll.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonnenschein, nur im Schwarzwald und in der Südpfalz sind einzelne Schauer möglich. Höchsttemperaturen zwischen 16 und 22 Grad.

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